Der Arbeitsvertrag, Teil 2

Der Arbeitsvertrag, Teil 2

Bevor es zum Arbeitsvertrag kommt, haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Regel ein Einstellungsgespräch geführt. Dabei hat der Arbeitgeber die Pflicht, den Arbeitnehmer zu informieren über seine Aufgaben, die Verantwortung sowie über die Art der Tätigkeit und ihre Einordnung in den Ablauf des Betriebes. Über Unfall- und Gesundheitsgefahren muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer ebenfalls aufklären.

Arbeitgeber darf keine falschen Erwartungen wecken

Beim Arbeitnehmer dürfen keine falschen Erwartungen geweckt werden, z. B. durch einen überdurchschnittlichen Verdienst, wenn dabei verschwiegen wird, dass auch die Arbeitszeit überdurchschnittlich hoch ist und demzufolge der Verdienst sich eigentlich im üblichen Bereich bewegen würde. Anderenfalls hätte der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eventuell einen Schaden zu ersetzen, den dieser dadurch erlitten hat, dass er im Vertrauen auf die Zusagen des Arbeitgebers sein bisheriges Arbeitsverhältnis gekündigt hat und nun womöglich schlechter dasteht als vorher.

Datenschutz auch für Bewerber

Über die Informationen durch den Arbeitnehmer betreffend seine Person hat der Arbeitgeber Stillschweigen zu bewahren. Kommt es nicht zu einer Einstellung, hat er die Bewerbungsunterlagen vollständig zurückzugeben. Die Aufnahme der Bewerbung in eine sogenannte Bewerberkartei ist nur mit Genehmigung des Bewerbers zulässig; dabei sind die Datenschutzrichtlinien der EU insbesondere die neu gefasste BDSG (Bundesdatenschutzgrundverordnung der neuesten Fassung) zu beachten.

Informationspflichten des Arbeitnehmers

Auch der Arbeitnehmer hat Pflichten vor der Einstellung. Er muss zum Beispiel den Arbeitgeber informieren über Tatsachen, die ihm für die beschriebene Stelle schlechthin ungeeignet erscheinen lassen oder, die ihm die Aufnahme der Arbeit zum vereinbarten Termin unmöglich machen. Eine Schwerbehinderung muss er nur dann von sich aus offenbaren, wenn er erkennen muss, dass er wegen der Behinderung die vorgesehene Arbeit nicht zu leisten vermag. Er ist verpflichtet, zulässige Fragen des Arbeitgebers zu beantworten, z. B. solche nach seinen beruflichen Kenntnissen und Erfahrungen. Häufig wird auch nach bestehenden Krankheiten gefragt. Diese Frage ist jedoch auf folgende Punkte beschränkt:

  • Liegt eine Erkrankung vor, durch die die Eignung für die vorgesehene Arbeit auf Dauer oder in periodisch wiederkehrenden Abständen eingeschränkt ist?
  • Liegen ansteckende Krankheiten vor?
  • Ist bei Arbeitsantritt oder in absehbarer Zeit mit einer Arbeitsunfähigkeit zu rechnen, z. B. geplante Reha-oder OP Maßnahme, oder eventuell eine bereits bestehende Erkrankung?

Nicht alle Fragen des Arbeitgebers müssen beantwortet werden

Die arbeitgeberseitige Frage nach einer Behinderung oder Schwangerschaft ist unzulässig. Derartige Fragen würden nach den Regelungen des AGG eine Diskriminierung darstellen, die verboten ist. Fragen nach Vorstrafen sind nur erlaubt, wenn die Art des zu besetzenden Arbeitsplatzes dies erfordert, die Vorstrafen also einschlägig sind. Beispiel: Eigentumsdelikte bei Kaufleuten, Verkehrsdelikte bei Kraftfahrern oder ähnliches. Auch Fragen nach der Partei oder Gewerkschaftszugehörigkeit sind grundsätzlich unzulässig. Das Gleiche gilt für Fragen nach der Religionszugehörigkeit. All dies muss der Bewerber nicht beantworten. Auf zulässige Fragen muss er allerdings wahrheitsgemäß antworten, sonst macht er sich gegebenenfalls schadensersatzpflichtig.

Zu den wesentlichen Vertragsbedingungen gehören:

Der Arbeitgeber kann auch vor Abschluss des Arbeitsvertrages eine gesundheitliche Untersuchung verlangen, allerdings nur, soweit sie für die Entscheidung über den freien Arbeitsplatz von Bedeutung ist. Ein allumfassender Gesundheitscheck ist nicht erlaubt. Auch psychologische Tests können nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Bewerbers durchgeführt werden. Dies auch nur in dem Umfang, der für die Entscheidung hinsichtlich der Eignung für die angestrebte Stelle von Bedeutung ist.

Empfehlung: Einstellungsgespräche auf Augenhöhe

Bei jedem Einstellungsgespräch ist es für beide Parteien angenehm, wenn sie sich sozusagen auf Augenhöhe begegnen. Der Arbeitgeber muss dem Bewerber klipp und klar Auskunft zu der besetzenden Stelle geben und zwar umfassend. Der Bewerber muss gut zuhören und nachfragen bis er sicher ist, dass es sich um einen Arbeitsplatz handelt, der in allen Gesichtspunkten seinen Vorstellungen entspricht. Nur so wird das Fundament für eine dauerhafte Zusammenarbeit im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses gegründet.
Acht Jahre bei HBS: „Sebastian, ohne dich geht gar nicht!“

Acht Jahre bei HBS: „Sebastian, ohne dich geht gar nicht!“

Bielefeld. Geburtstagsstimmung bei HBS in Bielefeld. Vertriebsdisponent Sebastian Voelzke, von seinen Kolleginnen und Kollegen „Basti“ oder „Bärchen“ genannt, ist im Juni acht Jahre im HBS-Team Bielefeld – und dort kaum noch wegzudenken. Kein Wunder, dass ihn an seinem Jahrestag zahlreiche, herzliche Glückwünsche von den Kollegen bis hin zu seiner Vorgesetzten, der Niederlassungsleiterin Tina Maleskou erreichen. Sie schreibt: „Eine Zusammenarbeit mit Langzeitwirkung, benötigt unser aller Engagement. Schön, dass wir seit so vielen Jahren, Seite an Seite durch dick und dünn gehen. Motiviert und mit bester Laune sehe ich uns noch viele weitere Jahre in unserem Job.“

Vom jungen unerfahrenen Quereinsteiger zum erfahrenen Vertriebsdisponenten

Als Sebastian Voelzke vor acht Jahren, im Alter von 24 bei HBS einstieg, war er, wie er selbst sagt, noch unerfahren in diesem Job. Doch in den letzten Jahren ist er nicht nur persönlich gereift, sondern hat auch in seiner Funktion als Vertriebsdisponent im HBS-Team Bielefeld jede Menge Erfahrungen sammeln können.

Sebastian ist mit Herz und Engagement dabei

In der Branche der Personaldienstleister gibt es viele Kriterien, die man erfüllen muss, um einen erfolgreichen und guten Job zu machen. Genau diese Vielseitigkeit hat Sebastian Voelzke in den acht Jahren schätzen gelernt. „Die acht Jahre waren sicherlich nicht immer einfach. Doch unter’m Strich kann man sie als sehr erfolgreich bewerten. Sowohl für mich persönlich als auch für die HBS-Niederlassung Bielefeld. Die Arbeit macht Spaß und die Zusammenarbeit mit den Kollegen, Mitarbeitern, Bewerbern und Kunden läuft auf einem Top-Niveau ab. In erster Linie bin ich einfach dankbar, dass mir die Chance gegeben wurde, in diesem tollen Team in einem spannenden Arbeitsbereich tätig sein zu dürfen“, sagt Sebastian.

Glückwunsch zur bestandenen Prüfung

Glückwunsch zur bestandenen Prüfung

Unser Auszubildener Christian Sollmann hat die Abschlussprüfung 2019 mit Bravour bestanden. Christian ist ab sofort Personaldienstleistungskaufmann und kann ab heute bei uns so richtig durchstarten. 1095 Tage Ausbildung sind vorbei in dem Christian viel gelernt hat, er hat sich in dieser Zeit enorm weiterentwickelt und ist Teil unseres Teams geworden. Wir gratulieren voller Stolz und wünschen ihm viel Erfolg für seine berufliche Laufbahn bei HBS.

Sommergewinnspiel in Hamm

Sommergewinnspiel in Hamm

Pünktlich zum Sommer veranstaltet die Niederlassung Hamm ihr Sommergewinnspiel.

Bewerber, Interessierte und Mitarbeiter haben die Möglichkeit einen Grill + Zubehör zu gewinnen.

Teilnahmeschluss ist der 19.07.2019, besuchen Sie die Kollegen gerne vor Ort und schätzen Sie die auf dem Bild abgebildeten Kronkorken.

Gerne informieren die Kollegen Sie parallel über offene Stellenangebote in Ihrer Nähe!

Hausmeister Petrinjak: Ein Mann für alle Fälle

Hausmeister Petrinjak: Ein Mann für alle Fälle

Auf dem Foto v. l.: Gudrun Reineke (Sozialmanagerin HBS), Peter Petrinjak (Hausmeister bei HBS in Beckum)

Peter Petrinjak lächelt. Gegenüber Frauen hat er immer ein Kompliment auf den Lippen. Ärgerlich wird er nur, wenn Frauen „Männerarbeit“ verrichten. „Kisten schleppen, auf Leitern klettern, das muss eine Frau nicht tun, wenn ich in der Nähe bin.“

Seit über fünf Jahren arbeitet der Rentner Petrinjak als Hausmeister bei HBS am Standort Beckum. „Für uns ist Peter der Mann für alle Fälle. Nicht nur, dass er in direkter Sichtweite von uns wohnt, auch dass er einfach alles kann … Peter ist ein Glücksfall für uns“, sagt Gudrun Reineke, Sozialmanagerin bei HBS.

Direkter Nachbar von HBS in Beckum

Peter ist gebürtiger Kroate und lebt seit über 50 Jahren in Deutschland. Mit 20 Jahren sei er nach Deutschland gekommen. Die Sprache lernte er vorher schon, im ehemaligen Jugoslawien. Bis zur Rente war er als Schweißer und im Maschinenbau tätig. „Ich habe viel gearbeitet – war häufig auf Montage“, sagt der heute 72-Jährige. Bevor er nach Deutschland kam, habe er viel Sport gemacht: Judo, Boxen, Langlauf, Fallschirmspringen.

Mit dem Eintritt ins Rentenalter zog das Ehepaar Petrinjak an den Hansaring, in die direkte Nachbarschaft von HBS. Die zwei Kinder, zu denen auch schon drei Enkelkinder gehören, waren bereits aus dem Haus. Peter Petrinjak werkelte täglich auf seiner Terrasse, baute ein Dach, legte Blumenbeete an. „Dieser rührige, stets freundliche Mann fiel mir auf. Auch sein so schön gepflegter Garten beeindruckte mich. Also sprach ich ihn einfach mal darauf an, ob er sich auch um unsere Grünanlagen kümmern könnte“, erzählt Gudrun Reineke von den Anfängen mit Peter Petrinjak.

Den Sommer über in Kroatien

Die Idee gefiel dem fidelen Rentner. Es dauerte nicht lang bis Peter auch weitere Aufgaben übernahm: Glühbirnen auswechseln, zur Müllkippe fahren, Getränke besorgen bis hin zu kurzfristigen Einsätzen bei Firmenkunden von HBS. Inzwischen ist daraus ein 40-Stunden-Job geworden. Die Zeit kann sich Peter flexibel einteilen. „Ich fühle mich wohl hier. Ist wie eine große Familie hier. Wenn sie mich brauchen, bin ich da. Das hält mich fit.“ Dafür nimmt Peter sich im Sommer acht Wochen Urlaub. Dann geht es mit seiner Frau nach Kroatien in die alte Heimat.