Auf dem Foto v. l.: Gudrun Reineke (Sozialmanagerin HBS), Peter Petrinjak (Hausmeister bei HBS in Beckum)

Peter Petrinjak lächelt. Gegenüber Frauen hat er immer ein Kompliment auf den Lippen. Ärgerlich wird er nur, wenn Frauen „Männerarbeit“ verrichten. „Kisten schleppen, auf Leitern klettern, das muss eine Frau nicht tun, wenn ich in der Nähe bin.“

Seit über fünf Jahren arbeitet der Rentner Petrinjak als Hausmeister bei HBS am Standort Beckum. „Für uns ist Peter der Mann für alle Fälle. Nicht nur, dass er in direkter Sichtweite von uns wohnt, auch dass er einfach alles kann … Peter ist ein Glücksfall für uns“, sagt Gudrun Reineke, Sozialmanagerin bei HBS.

Direkter Nachbar von HBS in Beckum

Peter ist gebürtiger Kroate und lebt seit über 50 Jahren in Deutschland. Mit 20 Jahren sei er nach Deutschland gekommen. Die Sprache lernte er vorher schon, im ehemaligen Jugoslawien. Bis zur Rente war er als Schweißer und im Maschinenbau tätig. „Ich habe viel gearbeitet – war häufig auf Montage“, sagt der heute 72-Jährige. Bevor er nach Deutschland kam, habe er viel Sport gemacht: Judo, Boxen, Langlauf, Fallschirmspringen.

Mit dem Eintritt ins Rentenalter zog das Ehepaar Petrinjak an den Hansaring, in die direkte Nachbarschaft von HBS. Die zwei Kinder, zu denen auch schon drei Enkelkinder gehören, waren bereits aus dem Haus. Peter Petrinjak werkelte täglich auf seiner Terrasse, baute ein Dach, legte Blumenbeete an. „Dieser rührige, stets freundliche Mann fiel mir auf. Auch sein so schön gepflegter Garten beeindruckte mich. Also sprach ich ihn einfach mal darauf an, ob er sich auch um unsere Grünanlagen kümmern könnte“, erzählt Gudrun Reineke von den Anfängen mit Peter Petrinjak.

Den Sommer über in Kroatien

Die Idee gefiel dem fidelen Rentner. Es dauerte nicht lang bis Peter auch weitere Aufgaben übernahm: Glühbirnen auswechseln, zur Müllkippe fahren, Getränke besorgen bis hin zu kurzfristigen Einsätzen bei Firmenkunden von HBS. Inzwischen ist daraus ein 40-Stunden-Job geworden. Die Zeit kann sich Peter flexibel einteilen. „Ich fühle mich wohl hier. Ist wie eine große Familie hier. Wenn sie mich brauchen, bin ich da. Das hält mich fit.“ Dafür nimmt Peter sich im Sommer acht Wochen Urlaub. Dann geht es mit seiner Frau nach Kroatien in die alte Heimat.