Sicher auf dem Weg in die Schule und KiTa

Sicher auf dem Weg in die Schule und KiTa

HBS Hubertus Lila

Lippstädter HBS-Niederlassung spendet 60 Warnwesten

Nun sind es nur noch wenige Tage bis zu den Sommerferien, doch für viele Kinder beginnt nach den Ferien ein neuer Lebensabschnitt: Die einen werden mit ihrer Einschulung zu „I-Männchen“, für andere beginnt die Kindergartenzeit. Egal ob Schule oder KiTa: Ein sicherer Fußweg zur jeweiligen Einrichtung ist entscheidend, das gilt für Kinder und Eltern gleichermaßen. Aus diesem Grunde haben sich unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Lippstädter HBS-Niederlassung gemeinsam mit anderen Kolleginnen und Kollegen zusammengeschlossen für die Spendenaktion „Sicher unterwegs“. Im Rahmen dieser Aktion spendete HBS in Lippstadt 60 Warnwesten für den katholischen Kindergarten Sankt Bernhard in Welver.
„Sicherheit ist ein Thema, das uns sehr am Herz liegt, deshalb unterstützen wir mit unserer Spende gerne die Kindergartenkinder und ihre Eltern dabei, den Weg zur KiTa und nach Hause sicherer zu gestalten“, berichtet Jana Wölk (links im Bild), Disponentin in Lippstadt. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Luise Schmücker (rechts) machte sie sich für die Aktion stark.

HBS Industriedienste besteht seit 1994 als Personaldienstleistungsunternehmen. Über Lippstadt hinaus gibt es Niederlassungen in Beckum (Stammsitz), Bedburg, Berlin, Bielefeld, Dortmund, Gütersloh, Hamm, Lippstadt und Warendorf. An allen Standorten ist HBS ausgerichtet auf die Bedürfnisse der regionalen Unternehmerschaft, egal welcher Branche. HBS Industriedienste unterstützt seine Kunden mit Personal im gewerblich-technischen und kaufmännischen Bereich. Die drei Standbeine des Personaldienstleisters sind Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit), Personalvermittlung und On-Site-Management.

Welche Rechte haben Arbeitnehmer in Zeiten von Corona?

Welche Rechte haben Arbeitnehmer in Zeiten von Corona?

Wir beantworten arbeitsrechtliche Fragen aus dem Berufsalltag

Kranke Kollegen. Ein positiver Testbefund. Fehlende Kinderbetreuung, weil Schulen und Kitas geschlossen sind. Die besondere Situation, vor die die Corona-Pandemie viele Unternehmen und ihre Mitarbeiter stellt, wirft Fragen auf. HBS-Prokurist Ulrich Brandherm beantwortet an dieser Stelle die wichtigsten arbeitsrechtlichen Fragen von Arbeitnehmern.

Kann ich die Arbeit verweigern, weil ich Angst vor einer Ansteckung habe?

Ganz klares NEIN. Nur in einem Fall, in dem Sie sich einer konkreten und gefährlichen Situation aussetzen, z. B. wenn eine Infektion im unmittelbaren Arbeitsumfeld vorliegt, dürfen Sie die Arbeit verweigern. Hat aber beispielsweise ein Arbeitskollege einen Schnupfen, bietet diese Tatsache noch keinen objektiv begründeten Verdacht oder Anhaltspunkt für eine Gefahr. Dadurch entsteht kein Recht, der Arbeit fernzubleiben.

Darf mich der Arbeitgeber nach Hause schicken?

Ein Arbeitgeber hat für alle seine Mitarbeiter eine Fürsorgepflicht. Danach muss er einen objektiv arbeitsunfähig erkrankten Arbeitnehmer von der Arbeit fernhalten. Sollte also Ihr Arbeitgeber Sie aus diesem Grund nach Hause schicken, haben Sie einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Das gilt selbst dann, wenn der Arbeitgeber Sie rein vorsorglich nach Hause schickt, weil Sie z.B. Schnupfen und Husten haben, aber eigentlich noch arbeitsfähig sind.

Darf ich zu Hause bleiben um meine Kinder zu betreuen?

Ja, aber nur, wenn zwei Voraussetzungen vorliegen.
1. Muss eine Schließung z. B. des Kindergartens aufgrund behördlicher Maßnahmen angeordnet worden sein.
2. Muss das Kind so jung sein, dass eine Betreuung erforderlich ist.
Haben die verantwortlichen Eltern keine andere Möglichkeit für die Betreuung Ihrer Kinder, dann ist es Ihnen erlaubt, von der Arbeit fernzubleiben. Auch hier besteht ein Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgeltes. Die Dauer dieses Anspruches ist in Deutschland unterschiedlich geregelt, hierzu sollte der Arbeitgeber befragt werden.

Muss ich meinem Arbeitgeber eine Infektion mit dem Coronavirus melden?

In Deutschland gibt es keine Verpflichtung, eine ärztliche Diagnose zu offenbaren. Dies gilt auch für eine Erkrankung durch Covid 19. Für diese Erkrankung gilt jedoch nach dem Infektionsschutzgesetz eine behördliche Meldepflicht. Ihr Arzt muss demzufolge dem zuständigen Gesundheitsamt eine etwaige Corona-Infektion übermitteln. Das Gesundheitsamt entscheidet dann möglicherweise, Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Krankheit auf den Betrieb Ihres Arbeitgebers auszudehnen und dort ggf. Schutzmaßnahmen vorzusehen oder einzuleiten. Grundsätzlich ist es auf jeden Fall ratsam, trotz anderslautender Rechte Ihrem Arbeitgeber die Corona-Infektion sofort zu melden, damit andere Arbeitskolleginnen und -kollegen schnell und umfassend geschützt werden können.

Dürfen Überstunden angeordnet werden, wenn nach wochenlangem Lockdown Arbeitsrückstände angefallen sind?

Grundsätzlich ist jeder Arbeitnehmer zur Leistung von Überstunden verpflichtet, wenn sich dies aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung ergibt. Grenzen hierfür zeigt aber das Arbeitszeitgesetz auf. Danach dürfen Arbeitnehmer in Deutschland maximal 48 Stunden pro Woche arbeiten. Pro Tag sind maximal zehn Stunden Arbeit erlaubt.
Arbeitnehmerüberlassung & Zeitarbeit – Sechs Dinge, die Sie wissen sollten

Arbeitnehmerüberlassung & Zeitarbeit – Sechs Dinge, die Sie wissen sollten

Foto: Man and woman at a factory © Senivpetro – Freepik.com

Flexible Beschäftigung sichert Jobs und macht Unternehmen wettbewerbsfähig

Zeitarbeit – ein anderer Name dafür ist Arbeitnehmerüberlassung – hat sich in der Wirtschaft als eigene Branche etabliert. Zeitarbeitsfirmen wie HBS als Personaldienstleister überlassen den Kundenunternehmen ihre Arbeitnehmer im Rahmen einer doppelten Vertragsbeziehung: Zwischen Zeitarbeitsfirma und Kundenunternehmen und zwischen Zeitarbeitsfirma und Arbeitnehmer. Für Zeitarbeitnehmer gelten Tarifverträge und Gesetze, die die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung eindeutig regeln. Zeitarbeitnehmer haben also die gleichen Rechte wie alle anderen Beschäftigten.

Wissenswertes zu Arbeitnehmerüberlassung und Zeitarbeit:

1.) Zeitarbeit schafft zusätzliche Arbeitsplätze: Der Einsatz von Zeitarbeit führt nicht zur Verdrängung der Stammbelegschaft: Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) trifft das auf 98 Prozent der Betriebe zu. Insgesamt hat die Beschäftigung zugenommen, während der Anteil der Beschäftigten in der Zeitarbeit an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit Jahren fast konstant zwischen 2,2 und 2,7 Prozent liegt.

2.) Zeitarbeit ist ein Motor gegen Arbeitslosigkeit: Die Mehrheit der neu eingestellten Zeitarbeiter hatte vorher keinen Job. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit stellt keine andere Branche anteilig so viele Arbeitslose ein wie Zeitarbeitsfirmen. Zeitarbeit schafft auch dauerhafte Perspektiven: Rund drei Fünftel der zuvor Arbeitslosen befinden sich auch nach einem Jahr in der Zeitarbeit noch in einem sicheren Arbeitsverhältnis. Langfristig kann der Einstieg über die Zeitarbeit die Möglichkeiten verbessern, in einen klassischen Vollzeitjob zu wechseln.

3.) Hilfskräfte und Einsteiger sammeln viel Berufserfahrung: Für Geringqualifizierte ist die Zeitarbeit eine gute Möglichkeit in den Arbeitsmarkt einzusteigen, denn mehr als jede zweite Stelle in der Arbeitnehmerüberlassung ist eine „Helfer“-Stelle, für die zumeist keine abgeschlossene Berufsausbildung notwendig ist. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft liegt der Anteil an Hilfskräften nur bei 10 bis 15 Prozent. Beschäftigte in der Zeitarbeit sammeln in verschiedenen Unternehmen wichtige Praxiserfahrungen und erwerben jobspezifisches Fachwissen. So verbessern sie ihre langfristigen Beschäfti-gungsperspektiven.

4.) Unternehmen federn mit Zeitarbeit Engpässe ab: Für einige Berufszweige gibt es klare Fachkräfteengpässe, z.B. für Ingenieure, IT-Profis und medizinische Fachkräfte. Unternehmen mit Engpässen setzen gerne auf Zeitarbeit, denn sie trauen den auf Personalsuche spezialisierten Zeitarbeitsfirmen zu, Stellen schnell und passend zu besetzen. Diese zeitweise für bestimmte Projekte eingesetzten Fachkräfte konkurrieren nicht mit Kollegen aus der Stammbelegschaft, denn ihr Spezialwissen ist für eine gewisse Zeit gefragt.

5.) Zeitarbeit schafft Flexibilität für Unternehmen: Für viele Betriebe ist Zeitarbeit notwendig, um betriebliche Flexibilität zu schaffen. Die schnelle Verfügbarkeit von Personal ist in der Produktion wichtig, um Auftragsspitzen zu bewältigen und Schwankungen auszugleichen. Auf lange Sicht ist mit dem Einsatz von Zeitarbeit ein Produktivitätszuwachs verbunden, der sich auch auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.

6.) Durch die Zeitarbeit neue Mitarbeiter finden: Ein großer Teil der Betriebe nutzt Zeitarbeit als Rekrutierungsinstrument für das eigene Unternehmen. Nicht wenigen der eingesetzten Mitarbeiter wird früher oder später ein Übernahmeangebot gemacht. Zeitarbeitsfirmen und Personaldienstleister übernehmen somit für viele Unternehmen eine Vorauswahl von Arbeitssuchenden. Unternehmensinterne Weiterbildungen, wie sie viele Personaldienstleister anbieten, machen diese Übernahmen noch attraktiver.

Sie wünschen sich einen guten Jobeinstieg? Sie suchen kurzfristig Personal für Ihre Produktion? Dann rufen Sie uns an und informieren Sie sich in unserem Portal für Unternehmer.  HBS Industriedienste ist an acht Standorten in Deutschland für Sie da: In Beckum, Berlin, Bedburg, Bielefeld, Hamm, Dortmund, Gütersloh und Lippstadt. Wir kümmern uns um Personaldienstleistungen: Flexibel, fair und zuverlässig. Die Mitarbeiter von HBS unterstützen Sie gern in den Bereichen Personalleasing, Arbeitnehmerüberlassung, On-Site-Management und Personalvermittlung.

Corona-Krise und Kurzarbeit

Corona-Krise und Kurzarbeit

Foto: Portrait of worker near metalworking machine © Cookie_Studio – Freepik.com

Was unsere Mitarbeiter jetzt wissen müssen

In der derzeitigen Corona-Krise sind viele Unternehmen dazu gezwungen, ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Auch bei HBS Industriedienste wird kurz gearbeitet. Was aber ist Kurzarbeit genau und was bedeutet das für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Unternehmen können in Krisenzeiten Produktion und Dienstleistungsangebot reduzieren oder den Betrieb sogar komplett herunterfahren. Für die Beschäftigten kann der Arbeitgeber dann Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen – das gilt für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Dieses Kurzarbeitergeld gleicht den fehlenden Lohn teilweise aus. Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des vorherigen pauschalierten Nettogehalts. Berufstätige Eltern mit Kindern erhalten 67 Prozent der Differenz zum Nettogehalt. Berechtigt sind alle Beschäftigten, die sozialversichert beschäftigt und somit auch in der Arbeitslosenversicherung versichert sind. Das Kurzarbeitergeld gilt auch für Beschäftigte in der Personaldienstleistungsbranche, also auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von HBS.

Durch Kurzarbeit bleibt der Arbeitsplatz erhalten

„Kurzarbeit bietet uns als Arbeitgeber die Möglichkeit, Kündigungen in dieser schwierigen Zeit zu vermeiden und unsere Fachkräfte im Betrieb zu halten. Für unsere Mitarbeiter bedeutet das den großen Vorteil, dass ihr Arbeitsplatz erhalten bleibt, sie nicht mit einer sofortigen Entlassung rechnen müssen und sich nicht erneut auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber machen müssen“, so der HBS-Geschäftsführer.
Kurzarbeitergeld soll den Verdienstausfall für die Beschäftigten zumindest teilweise ausgleichen. „Auch die Mitgliedschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie in der betrieblichen Altersversorgung bleibt während der Kurzarbeitsphase bestehen“, erläutert der Geschäftsführer.
„Natürlich haben wir Verständnis dafür, dass diese Situation für viele unserer Beschäftigten sehr belastend ist. Wenn aber durch den Bezug des Kurzarbeitergeldes das Einkommen des Haushaltes nicht mehr ausreicht, um die Lebenshaltungskosten zu decken, besteht die Möglichkeit, Leistungen der Grundsicherung (Hartz IV) zu beantragen. Wenn Sie hier Unterstützung benötigen, sprechen Sie gern unser integriertes Sozialmanagement an“, so der Geschäftsführer. „Wir sind zuversichtlich, sobald die wirtschaftliche Situation es zulässt, die Kurzarbeit Schritt für Schritt zurückzufahren und zu normalen Arbeitsverhältnissen zurückzukehren“, verspricht der HBS-Geschäftsführer. HBS Industriedienste ist an acht Standorten in Deutschland präsent: In Beckum, Berlin, Bedburg, Bielefeld, Hamm, Dortmund, Gütersloh und Lippstadt.

Studie des IW: Zeitarbeit kostet keine Arbeitplätze

Studie des IW: Zeitarbeit kostet keine Arbeitplätze

Foto: Handshake of two men of engineers in white helmets © User12166629 – Freepik.com

Unternehmen weiten in Boomzeiten Kernbelegschaften aus

 

Eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zeigt, dass Betriebe nicht, wie häufig vermutet, Kernbelegschaften zugunsten von mehr befristeten Beschäftigten, Zeitarbeit oder Werkverträgen abbauen. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall: Zwischen 2012 und 2017 haben rund 42 Prozent aller deutschen Betriebe mehr unbefristete Arbeitnehmer eingestellt. Dagegen haben nur elf Prozent die befristete Beschäftigung ausgeweitet. Die weit verbreitete Überzeugung, dass unbefristete Arbeitnehmer nach und nach durch befristete ausgetauscht werden, ist also nicht erkennbar. Der Trend geht sogar in die entgegengesetzte Richtung, wie ein Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt: Im gleichen Zeitraum sank die Anzahl befristeter Beschäftigter von 2,64 auf 2,55 Millionen, obwohl insgesamt immer mehr Menschen eine Stelle haben. Und nur rund neun Prozent der Betriebe haben die atypische Beschäftigung – also auch die Zeitarbeit – erhöht, ohne auch die unbefristeten Stellen auszuweiten. Dafür haben knapp 36 Prozent der Unternehmen mehr normale und keine weiteren flexiblen Verträge abgeschlossen.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft

Welche Rechte haben Arbeitnehmer in Zeiten von Corona?

Befristeter Vertrag trotz Vorbeschäftigung beim selben Arbeitgeber – Ist das zulässig?

Foto: Silver figure of Justice holding scales © Sergiign – Freepik.com

Ist ein befristeter Vertrag trotz Vorbeschäftigung beim selben Arbeitgeber eigentlich zulässig?

 

Ist eine Befristung des Arbeitsvertrages möglich, wenn der betreffende Arbeitnehmer bereits zuvor bei demselben Arbeitgeber beschäftigt war? Diese Fragestellung taucht bei Arbeitnehmern immer wieder auf und sorgt für Diskussionsstoff, deshalb möchten wir sie einmal näher beleuchten.

Geregelt wird die Thematik im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Danach gibt es zwei Arten
einer Befristung, nämlich die mit einem Sachgrund und zum anderen die kalendermäßige Befristung.

Eine Befristung mit sachlichem Grund ist nach dem Gesetz grundsätzlich immer möglich. Solche Gründe sind zum Beispiel, wenn der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht oder der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Mitarbeiters des Betriebes beschäftigt wird (längerer Ausfall wegen Krankheit oder Mutterschaft). Weitere Sachgründe sind denkbar.

Im Arbeitsvertrag muss der Sachgrund sehr genau festgehalten werden. Fällt dieser Grund dann im Laufe des befristeten Arbeitsverhältnisses weg, endet das Arbeitsverhältnis, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Der Arbeitgeber teilt dem Arbeitnehmer rechtzeitig den Wegfall des Sachgrundes mit, womit alle formalen Voraussetzungen zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses erledigt sind.

Diese Art der Befristung ist ohne Bedenken mehrfach möglich, was auch für beide Parteien von
Vorteil sein kann: Der Arbeitnehmer kennt bereits das Unternehmen, hat demzufolge eine kurze Einarbeitungszeit, der Arbeitgeber weiß zuvor, mit wem er es zu tun hat, so dass die erneute Einstellung beschleunigt abgewickelt werden kann.

Etwas ganz anderes ist die kalendermäßige Befristung des Arbeitsvertrages. Diese liegt vor, wenn im Arbeitsvertrag sowohl Beginn als auch das bereits vereinbarte Ende des Arbeitsverhältnisses mit einem konkreten Datum festgehalten wird. Eine solche Befristung ist für maximal zwei Jahre möglich. Innerhalb dieses Zeitraumes darf der Vertrag höchstens dreimal verlängert werden. Beispiel: Arbeitsvertrag vom 01.04.2020 bis 30.09.2020, schriftliche Vereinbarung am 25.09.2020 über Verlängerung des Arbeitsvertrages bis 31.12.2020, weitere rechtzeitige schriftliche Vereinbarung über Ausweitung des Vertrages bis zum 30.09.2021, alles gesetzeskonform. Diese Art der Befristung ist nach den Buchstaben des Gesetzes aber dann nicht möglich, wenn bei demselben Arbeitgeber zuvor bereits ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. Das Wort „zuvor“ wird im Gesetzestext nicht näher erläutert, so dass man eigentlich sagen kann, dass eine Kalenderbefristung nur denkbar ist, wenn der betreffende Bewerber noch nie bei diesem Arbeitgeber beschäftigt war.

Diese Auslegung hat das Bundesverfassungsgericht im Juni 2018 bestätigt. Es hat allerdings
eingeräumt, dass Fachgerichte in bestimmten Fällen von diesem Verbot abweichen können, nämlich dann, wenn das Verbot einer Kalenderbefristung unzumutbar erscheint, was zum Beispiel dann der Fall sein könnte, wenn die Vorbeschäftigung sehr lange zurückliegt. Leider fehlen konkrete Angaben in der Urteilsbegründung, was mit „sehr lange“ gemeint war. Jedenfalls hat das Bundesarbeitsgericht im August 2019 in einem konkreten Sachverhalt eine sachgrundlose Befristung zugelassen, obwohl der Arbeitnehmer eine Vorbeschäftigung beim gleichen Arbeitgeber hatte, die aber bereits mehr als zwei Jahrzehnte zurücklag.

Wir bei HBS Industriedienste würden eine kalendermäßige Befristung nur dann vertraglich
vereinbaren, wenn eine mögliche Vorbeschäftigung tatsächlich mindestens zwanzig Jahre zurückliegt.